Hochkarätige Podiumsdiskussion von EBC Hochschule und HafenKlub Hamburg zur „Fahrrinnenanpassung der Elbe“

EBC Hochschule

Unter dem Motto „Was wird aus dem Hamburger Hafen? Wann kommt die Fahrrinnenanpassung der Elbe?“ diskutierten am 15. November führende Hamburger Politiker und Vertreter von Interessenverbänden vor rund 120 Gästen in den Räumen der privaten EBC Hochschule an der Esplanade über die kommende Elbvertiefung.

Die Podiumsdiskussion war bereits die zweite Diskussionsveranstaltung im Rahmen einer neuen Kooperation der EBC Hochschule mit dem HafenKlub Hamburg e.V. Schon im September hatten Politiker der Hamburger Bürgerschaft und Prof. Dr. Norbert Dieckmann, Banken- und Finanzexperte sowie Prodekan der EBC Hochschule, zum Auftakt der Zusammenarbeit über den aktuellen Stand der Verkaufsbemühungen der HSH Nordbank sowie mögliche Alternativen für die maritime Wirtschaft im Norden diskutiert.

Kontroverse Diskussionsrunde mit SPD, CDU, FDP NABU und UVHH

Unter den Teilnehmern der zweiten Diskussionsrunde waren die hafenpolitischen Sprecher der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Joachim Seeler aus der SPD-Bürgerschaftsfraktion, Ralf Niedmers von der CDU und Michael Kruse von der FDP sowie Alexander Porschke, ehem. Hamburger Umweltsenator und 1. Vorsitzender des NABU und Gunther Bonz, Generalbevollmächtigter bei EUROGATE und Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg (UVHH). Vervollständigt wurde die Runde durch Moderator Martin W. Ueck, CEO der IPMS Maritime Logistics GmbH.

Gunther Bonz sowie alle drei Vertreter der Hamburger Bürgerschaft betonten hierbei die elementare Wichtigkeit der Fahrrinnenanpassung für die maritime Wirtschaft Hamburgs. Insbesondere Ralf Niedmers von der CDU wies in diesem Zusammenhang mehrmals auf die Verlangsamung des Verfahrens durch das deutsche Genehmigungssystem hin und betonte, dass der Hamburger Hafen Wohlstand in mindestens drei deutschen Bundesländern garantiere. SPD-Bürgerschaftsmitglied Dr. Joachim Seeler ging sogar einen Schritt weiter: „Es gibt einen ganz breiten norddeutschen Konsens, dass die Fahrrinnenanpassung kommen muss.“

Alexander Porschke vom NABU entgegnete hingegen, dass die Prognosen der Bundesanstalt für Wasserbau veraltet und falsch seien. Zudem forderte er eine längerfristige Neubewertung des Einflusses der Elbvertiefung auf den Tidenhub und argumentierte, dass die Elbvertiefung längst hätte beschlossen sein können, wenn sich die Hamburger Politik an Recht und Gesetz gehalten hätte: „Es ist geschummelt worden in der Planung.“ Dem trat Seeler entschieden entgegen und fügte an, dass lediglich 3 von 805 Klagepunkten der Umweltverbände im Februar 2017 vom Bundesverwaltungsgericht Leipzig aufgegriffen wurden: „Es geht nicht, dass wir wieder alles in Frage stellen, was das Gericht geurteilt hat.“

Johann Stooß, Präsident der EBC Hochschule, sah die Entwicklung des Hafens kritisch, wenn nicht zügig Klarheit über die weitere Entwicklung hergestellt wird: „Als größter deutscher Seehafen werden in Hamburg rund 9 Millionen Container jährlich umgeschlagen. So bietet er rund 150.000 Menschen der Metropolregion einen Arbeitsplatz und ist von großer Bedeutung - nicht nur für Hamburg. Daher freuen wir uns, dass wir diesem für unsere Region so wichtigen Thema gemeinsam mit dem HafenKlub Hamburg e. V. eine angemessene Bühne bieten konnten.“ Prof. Dr. Eckhard Rohkamm, Präsident des HafenKlub Hamburg e.V., führte aus, dass eine abschließende Entscheidung zur Fahrrinnenanpassung zügig getroffen werden muss, die der Bedeutung der Elbvertiefung für die Zukunft des Hafens angemessen ist.

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